Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image

TLF!POSTED | November 21, 2017

Scroll to top

Top

One Comment

VOGUE ON…ELSA SCHIAPARELLI

VOGUE ON…ELSA SCHIAPARELLI

Dior, Balenciaga, Lanvin, Vionnet, Chanel – viele der großen Pariser Couture-Häuser bestehen seit Jahrzehnten und können auf eine lange Geschichte zurückblicken, andere wurden erst vor nicht allzulanger Zeit wiederbelebt. Dazu gehört seit kurzem auch das legendäre Haus, das von der Römerin Elsa Schiaparelli 1926 in Paris gegründet wurde. Den aufregenden Aufstieg und Niedergang eines der einflussreichsten Modehäuser überhaupt erzählt der neue Titel VOGUE ON…ELSA SCHIAPARELLI aus der Collection Rolf Heyne. Reich bebildert mit Zeichnungen und Fotografien aus dem Archiv der legendären Zeitschrift, werden Schiaparellis berühmteste Modelle gezeigt, ihre Freundschaften und Feindschaften berichtet und an dieses fast vergessene Haus wieder erinnert.

Schiaparelli stammte aus einer intellektuellen und gut vernetzten Familie: Ihr Vater war Dekan der Universität zu Rom, ihr Onkel Ernesto ein angesehener Ägyptologe, Cousin Ernesto machte als Astronom von sich reden.

Nach ihrer ersten, unglücklichen Ehe schloss sie in New York Freundschaft mit Künstlern wie Marcel Duchamp oder Man Ray, dem Fotografen Edward Steichen und besonders dem Schriftsteller Francis Picabia und dessen Frau Gabriela. 1922 kehrte sie zurück nach Europa, blieb in Paris und gründete nur vier Jahre später inspiriert von ihrer Freundschaft zum Couturier Paul Poiret ihr eigenes Modehaus. Ihre minimalistischen Entwürfe aus Strick, die in ihrer geometrischen Farbigkeit deutlich vom Surrealismus beeinflusst waren, stellen auch heute noch einen interessanten Gegenentwurf zu den Kollektionen ihrer Konkurrentin Coco Chanel dar. So brachte eine von ihrem Bekannten, dem Künstler Max Ernst, verwendete Drucktechnik sie auf die Idee zu ihrem ersten richtigen Modeklassiker und kommerziellen Durchbruch: eine einfacher schwarzer Pullover aus grobem Strick mit eingearbeiteter trompe l’oeil-Schleife – der ‘Frottage-Pullover’. Schon schnell erweiterte sie ihre Designs um Accessoires und Bademode – genauso schnell wurde sie von Kaufhäusern weltweit mit kostengünstigen Kopien plagiiert.

Nichts war Schiaparelli zu modern oder ausgefallen: Modelle wie Haremshosen à la Poiret, verrückte Hüte und Berets, Sportbekleidung wie Skianzüge oder Tenniskleidung, neue Materialien wie Mischfasern, Synthetik oder Viskose, die Verwendung des kurz zuvor erfunden Reißverschlusses, neue Farbtöne wie das berühmte Shocking Pink – innerhalb kurzer Zeit hatte Schiaparelli sich ihren Ruf als modernste Modeschöpferin geschaffen, Filmstars und Damen der Haute Volée gehörten zu ihrer Stammklientel.

Auch ihr Business-Sinn war legendär: Schon 1934 entwickelte sie den Bestseller-Duft ‘Soucis’, in Paris eröffnete sie als erste eine Boutique – im Gegensatz zu einem Atelier konnten Kunden Prêt-àporter-Mode, Düfte und Accessoires ansehen, anprobieren und direkt kaufen, statt nach mehrfachen Maßproben monatelang auf das fertige Produkt zu warten. Sie verwendete als erste Designerin die damals noch in den Kinderschuhen steckenden Techniken der Public Relations wie Pressemeldungen oder Lookbooks, stattete Prominente aus, arbeitete mit Fotografen wie Cecil Beaton und Horst für ihre Werbekampagnen zusammen.

Zu den künstlerischen Höhepunkten gehören ihre gemeinsamen Kollektionen 1936 mit Salvador Dali und ein Jahr später mit Jean Cocteau. Im selben Jahr erschien ihr kommerziell erfolgreichster Duft Shocking Pink, dessen Sanduhr-Flakon auf einem Gipsabdruck des Körpers von Mae West beruhte, und der ihre gleichnamige Kollektion im Sommer 1937 beeinflusste.

Zu Beginn des 2. Weltkrieges war ihr Stern bereits am Sinken – nach der vorübergehenden Schließung ihres Hauses von 1942 bis 1945 konnte sie nie wieder an die großen Erfolge der 1930er Jahre anknüpfen, hatte mit neuen Konkurrenten wie Christian Dior oder Cristobal Balenciaga und bösartigen Gerüchten zu kämpfen. Schiaparelli war aus der Mode gekommen, 1954 zeigte sie ihre letzte Kollektion und meldete daraufhin Konkurs an.

Dennoch hatte sie enormen Einfluss auf Nachfolger wie Yves Saint Laurent, John Galliano oder Miuccia Prada, die ihr letzes Jahr eine gemeinsame Retrospektive im Museum of Modern Art widmete. Seit 2011 gehören das Archiv und der Name TOD’S-Gründer Diego Della Valle, der dieses legendäre Haus wiederbeleben möchte – wir sind gespannt!

Ihr wollt mehr über Elsa Schiaparelli und ihre Entwürfe wissen? Dann schickt uns bitte einfach eine kurze Mail mit dem Betreff ‘VOGUE ON ELSA SCHIAPARELLI’ an info@labelfinder.com – mit freundlicher Unterstützung der Collection Rolf Heyne verlosen wir 5 Exemplare unter allen Mails bis Mittwoch, den 20.03.13. Bitte beachtet auch unsere Gewinnspiel-AGB – und natürlich freuen wir uns über jeden Fan und jedes ‘Like’ auf Facebook.

Comments

  1. Andrea P.

    Ich träume:)

Submit a Comment