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TLF!POSTED | October 23, 2017

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Lesetipp: ‘Karl und ich’

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Jetzt kommt alles raus: In “Karl Lagerfeld und ich – 15 Jahre an der Seite des Modezaren.” (Heyne Verlag, München) berichtet Arnaud Maillard über die wohl oft nicht so angenehme Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld. Der Spiegel führte aus diesem Anlass ein ausführliches Interview mit ihm, in dem er unter anderem meint:

„Er ist ein unglaublicher Narziss, er braucht eine Ewigkeit, um sich morgens zurechtzumachen, er nimmt bei jeder Fotosession Selbstporträts von sich auf und stellt diese überall hin. Er umgibt sich mit einem Hofstaat, niemand widerspricht ihm. Wo er geht und steht, wird Pepsi-Cola im Kristallglas von Baccarat für ihn bereitgehalten und alle 30 Minuten ausgewechselt.“

Maillard fing in der Pressestelle des Modezaren an und entwickelte sich zu einem seiner engsten Mitarbeiter. Als er 2005 kündigen und zu Céline wechseln wollte, schmiss Karl ihn lieber selber raus.

Trotzdem schreibt Maillard ohne jeglichen Groll über seinen ehemaligen Meister: Mit Lagerfeld zu arbeiten sei einzigartig für ihn gewesen, stellt der Franzose fest und erzählt, dass der begnadete Modemacher viel zu höflich und anspruchsvoll sei, um jemals die Beherrschung über seine Person zu verlieren. Niemals würde er sich „zu Zorn, zu Beleidigungen oder zu Hysterie hinreißen lassen“. Allerdings, so Maillard, könne er sich nicht daran erinnern, dass Karl Lagerfeld in all der Zeit auch nur einmal ausgelassen gelacht habe.

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